Sonntag, 17. August 2008

fm4 Frequency 2008 am Salzburgring

Tag 1 - Anreise

Es wird spät, zu spät, bis wir am Mittwoch endlich wegkommen ... das 2-gegen-2-Volleyball hat mich doch zu lange in der Kaserne gefesselt ... und so ist es fast 20 Uhr, bis wir am Salzburgring auf einem großen und erstaunlich unüberfüllten Parkplatz Nord das Auto abstellen.
Dann beginnt eine sehr üble Plackerei, die Sachen zum Camping zu schleppen - zum Glück haben wir wenigstens einen Wagen dabei. Wir finden noch einen recht netten Platz (fast 1 Meter Abstand zu anderen Zelten und dem Weg) und mit Stirnlampe bauen wir das riesige Zelt auf, es klappt erstaunlich gut ;) Zum Abschluss gibt es noch lecker deutsches Grillfleisch und schon ist es 1 Uhr nachts.


Tag 2 - Festival mit Hitze

Sonnenschein und ein langsam zur Sauna werdendes Zelt treiben uns recht früh hinaus - und der Hunger. Wir wagen es, dass Auto nochmal zu aktivieren und fahren ein Stück aufs Land und kaufen für die kommenden Tage ein - nochmal viel schleppen.
Bei schönstem Wetter geht es dann zum ersten Mal aufs Festivalgelände und zu The Wombats, sehr schickes Abtanzen inklusive :) Macht gleich Spaß!
Am Abend geht's dann weiter mit
- Flogging Molly: Extrem geiler Spaß-Irish-Rock, leider haben wir den Anfang verpasst :(


- Travis: Na, schon schick, sehr professionell und heiter, aber irgendwie nicht so mitreißend
- R.E.M.: DER Act schlechthin und wir ganz vorn dabei, sehr geiler Abschluss des Tages. Und auch sicher keine schlechte Idee, mit "What's the frequency, Kenneth" anzufangen ;)


Tag 3 - Der nasse

Der Wetterbericht stimmt leider und kurz nach dem frisch Machen (Truppenübungsplatz ist Luxus gegenüber dem Sanitärbereich hier) fängt es an zu regnen und es wird mehr als einen Tag dauern. Eine Zeit lang find ich es ja ganz lustig, weil erstens weniger Asoziale übers Gelände marodieren (was sind das eigentlich für abgef... Freaks, die in ihrem eigenen Müll rumliegen oder Müll auf andre Zelte schmeißen?) und zweitens gestern etwas zu viel Hitze war ... aber nach ein paar Stunden schlägt das doch eher in Frust um. Wir sind somit auch nicht wirklich aufm Gelände heute, erst am Abend geht es für uns los.
- Dirty Pretty Things: nur kurz gesehen, aber für gut befunden!
- The Hives: Jaaa das geht schon richtig ab, man muss halt über Arroganz lachen können :) Die Lala und die Show sind spitze auf jeden Fall.
- Manic Street Preachers: Schön, dass er nach drei Liedern noch gemerkt hat, dass sein Mikro nicht geht! Ansonsten fast wie bei Travis, ein wenig langweilig und routiniert, keinerlei Kontakt zur Menge ...
- Adam Green: Für den verzichte ich gerne auf die Fanta 4. Einfach nur geiiiil.

Ich leide ganz erheblich in meinem Regenjäckchen ohne Kapuze und wenn Mr. Green nicht der Schlussact gewesen wäre, hätte ich wahrscheinlich richtig schlechte Laune bekommen :)

Tag 4 - Der letzte

Alles ist nur noch eine einzige Schlammlawine, saubere Sachen haben wir aber eh nicht mehr, nachdem wir die ersten Sachen zum Auto gebracht haben - was soll's ;) Leider sehe ich etwas schwarz fürs Verlassen des Parkplatzes, da werden auch die 170 PS nix nützen ...
Bis Mittag gibt es auch nochmal sehr üblen Regen, aber dann hört er auf und sogar die Sonne kommt ab und zu raus. Die Stimmung steigt unaufhörlich ;) Wir gönnen uns natürlich Get Well Soon (Alice gefällt's tatsächlich auch) auf der Nebenbühne und ein bisschen von The Subways aus der Ferne.
Nachm Abschlussgrillen bauen wir ab, verfrachten alles im Auto, zweifeln noch mehr am Parkplatz und gehen guter Dinge zum Gelände, wo die Dropkick Murphys spielen. Nun ja, sie wollen wohl so gut sein wie Flogging Mollys - sind sie aber nur selten.
Dafür tut sich in der Pause, die sich wegen der Pfeifen von den baby-SHAME-bles (Doherty hat das Flugzeug nicht bekommen, lach) etwas ganz Unerwartetes auf der zweiten Bühne auf:


Justice Live - elektronische Tanzmusik vom Allerfeinsten, muss ich unbedingt mit zu den Frequency-Highlights rechnen. Da bewegt er sich wieder, der Tom :o) Fast schon "leider" müssen wir wieder zur Race Stage, weil da The Killers den Abschlussgig des Festivals haben.
Mir ist echt nicht klar, warum hier so viele Leute so sehr ausrasten; ich find das total durchschnittlich, mainstreamig und langweilig. Bis auf ganz wenige Lieder. Mir ist auch nicht ganz klar, warum jeder jeden Text auswendig kann, phuuu. Total überbewertet ;) Wär ich mal lieber bei Justice (und hinterher Tricky) geblieben ...

Tag 5 - Abfahrt

Frequency 2008 - unsere Fotos
So, gegen halb 1 ist das Konzert zu Ende und um 2 hat der Astra wieder festen Grund unter den Füßen, weil uns der Traktor rausgezogen hat endlich. Ich habe vorher immerhin noch die entscheidenden Meter aus eigener Kraft geschafft, um uns an die Pole Position der Liegengebliebenen zu bringen ;)
Nach 1 km merke ich allerdings, das was nicht stimmt - ab 80 kann man das Auto nicht mehr kontrollieren, das Lenkrad schlägt wie sonstwas und das ganze Teil schwimmt auf der Straße herum. So schleichen wir zur Autobahn und dann geht's mit Tempomat nach Hause, wo wir um 5 ankommen. Ich schau auch gleich, was so ein Lenkgestänge kostet ...
Zum Glück wird sich rausstellen, dass es wirklich nur an der totalen Verschlammung lag. Den Rest vom Sonntag verbringen wir damit, das Zelt irgendwie sauber zu kriegen und drei Durchgänge mit der Waschmaschine zu machen ...

Schee war's!

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