Mittwoch, 12. August 2009

Fjällräven Classic - Tag 7 - Verlustreiche Heimkehr

Der Morgen in Abisko beginnt nicht unentspannt mit Duschen, Brunchen in der Touriststation und ein bisschen iPod-Surfen. Das erste Mal werden wir stutzig, als an der Bushaltestelle außer uns keiner wartet. Ach, es gibt noch eine? Na, dafür warten wir da in einer langen Schlange und nervöse Fragen, ob die 2 Busse für alle reichen, machen die Runde. Die Zeit geht auch dahin und wir berechnen den exakten Punkt der Panikauslösung. Es wird aber noch besser! Gestern haben wir gefragt, was die Busfahrt kostet und natürlich alles so abgezählt, dass wir es auf die Krone genau in der Hand haben. Der Busfahrer sieht das aber nicht so, dass das reicht. Also, nach kurzer, fruchtloser Diskussion überlegen, wo die Kreditkarte ist. Ganz weit drin im Laderaum! Ich starte eine Kletteraktion, die mir einige Bewunderung einbringt, renne zurück zur Station, hebe Geld ab, renne zurück zum Bus. Ist ja nicht so, dass wir es ein bisschen eilig hätten.
Vorm Bus eine Menschentraube, ich rechne damit, dass ich jetzt verprügelt werde. Die sind aber auch alle nur ohne passendes Geld und streiten rum ... liegt gar nicht an mir ;) Heldenhaft zahlen wir den gewünschten Betrag inklusive Busfahreraufschlag, bald geht es nach Kiruna zurück.


Der Zeitansatz war doch ziemlich falsch, weil es viel schneller geht als gedacht. Ein Punkt kommt dazu: Das Flugzeug hat Verspätung, über eine Stunde. Wir bewahren absolute Ruhe, trinken Kaffee und wissen ja, dass wir in Stockholm über 2 Stunden Aufenthalt haben. Durch die Security werde ich freundlich und ohne Murren durchgewinkt. Ich werde auf den Punkt zurückkommen.

Wir landen in Stockholm und erfahren, dass der Check-in geschlossen hat.

5 Minuten Bedenkzeit, 2 Möglichkeiten: 470 Euro pro Person für den nächsten Flug nehmen, dessen Check-in halt auch gleich schließt. Oder eine Nacht in Stockholm ranhängen. Anniina geht nicht ans Telefon, das als Zusatzbedingung. Gut, Marion und Thomas müssen so oder so heim. Großes Rätselraten mit Henry, und wir entscheiden uns fest und falsch - wir fliegen auch mit. Hätten mit Sicherheit ne Bleibe gefunden, wenn auch nicht bei ihr, sondern bei einer ihrer 450 blonde-Schwedin-Freundinnen in der Stadt und morgen hätten wir für 200 Euro über Berlin heimfliegen können. Nun ja, darauf kommen wir auch erst nach dem Bezahlen.
Also, Knete weg. Jetzt ist fast noch Tom weg, denn in meinem Handgepäck findet man mein handgemachtes Messer aus Norwegen, Erbstück schon fast, und nicht einmal benutzt auf der Reise. Ich entgehe der Verhaftung durch Wegwerfen des guten Stücks. Die Laune steigt ins Unermessliche!

Na ja! Nicht ganz so gut gelaufen, der letzte Tag ;) Dafür können wir in Kopenhagen schon wieder lachen und werden in München abgeholt.


Schluss!

Alle supertollen Bilder der kleinen Wanderung gibt's in folgendem Album:
Fjällräven CLASSIC 2009

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